Brainfood


Brainfood, Nahrung fürs Gehirn.

Wer viel lernt sollte auch auf die Ernährung achten. Fühlen wir uns müde und schlapp dann ist mit dem Lernen oft nichts zu machen, da geht einfach in die Birne nichts rein. Wenn Pausen hier nicht helfen sollten wir uns die Ernährung genauer anschauen.

Unser Hirn selbst ist eine reine Fettmasse, doch es braucht Zucker um richtig zu funktionieren. Von dem Zucker gibt es mehrere Sorten, angefangen von der schnellen Sorte, dem Traubenzucker, bis zu dem langsamen Zucker, der Stärke. Doch was ist mit der Schnelligkeit gemeint? Nun, Der Zucker ist ein Kohlenhydrat der aus mehreren Ketten besteht. Unser Körper muss diese Kette zerteilen um an die Glukose ranzukommen, erst dann geht die Glukose ins Hirn rein. Essen wir direkt Traubenzucker, der ja so gut wie nicht zersetzt werden muss, geht dieser direkt ins Hirn rein und wir fühlen uns gut, energiegeladen und können so arbeiten. Essen wir jedoch Kartoffeln oder etwas anderes Stärkehaltiges, dann muss unser Körper die Kartoffel (Kohlenhydrate) zersetzen und Schritt für Schritt in Glukose umwandeln. Das dauert länger, aber, der große Unterschied zwischen Glukose und Stärke ist der dass sobald die Glukose im Hirn ist, sie auch wieder schnell weg ist, wir fühlen uns dann müde und mit dem Lernen ist nichts. Die Kartoffel liefert uns dagegen nach und nach Glukose, wir haben zwar keinen Zuckerrausch wie mit dem Traubenzucker, aber können dafür wesentlich länger und ausgeglichener lernen. Deshalb sollte man auf den reinen Traubenzucker unbedingt verzichten, viele sind schon oft so durch Ihre Klausuren durchgeflogen. Essen sollte man also etwas mit langsamen und guten Kohlenhydraten, d.h. Kartoffeln, Vollkornbrötchen, Reis. Und das ganze auch möglichst ohne extra Zucker, denn der normale Zucker (Saccharose) ist nur ein Level langsamer als der Traubenzucker.

Wie bereits geschrieben, unser Hirn ist eine Fettmasse. Um die Neuronen zu pflegen sollte man nicht Fastfood essen, weil man annimmt dass der Fett im Hamburgern gesund für unser fettiges Hirn ist, nein, tierische Fette sind überhaupt nicht gesund für uns. Auch hier gibt es gute und schlechte Fette. Unser Hirn sollte nur das Beste bekommen. Wir alle kommen ursprünglich aus dem Wasser, bis die Evolution uns später Füße gab, waren wir früher alle mal Fische. Und was sagt uns das? Sollen wir Plankton essen? Nein, das muss nicht sein, wer kein Vegetarier ist muss keine Algen essen. Wir sollten Fisch essen, das Eiweiß und das Fischöl ist genau das richtige für unser Gehirn. Fisch ist gesünder als Schwein oder Rind. Wer kein Fisch mag sollte nur das Fett einnehmen. Das sogenannte Omega 3 / Omega 6 Fett ist das gute Fett dass uns Menschen klüger macht. In einer BBC Studie wurde einem Jungen der überhaupt keine Lust zum Lernen hatte und in der Schule schlechte Noten hatte, Omega 3 Ölkapseln verschrieben. Diese hat er jeden Tag eingenommen. Nach etwa 6 Wochen wurde eine wesentliche Leistungssteigerung festgestellt. Er konnte sich Sachen besser merken und wurde nach 6 Monaten zum Musterschüler.

Hier finden Sie eine Auflistung der Brainfood Mittel die unsere Lernleistung steigern können, sortiert nach Wirksamkeit.

Gotu Kola: Hilft sehr gut der Konzentration. Der Name hat jedoch nichts mit Coca Cola zu tun, hat auch kein Koffein. Zu viel davon macht müde.
ALC: (oder auch, Acetyl-L-Carnitin, ALCAR), Im Gegenteil zum normalen L-Carnitin geht das ALC direkt über die Blutschranke ins Hirn. Es verbessert die Stimmung und Merkfähigkeit. Hilft auch gegen Depressionen. Es funktioniert in dem es die Konzentration der Cholin steigert. Zu viel davon erzeugt Kopfschmerzen.
Cholin: Ist dafür da um Acetylcholin zu synthetisieren. Neurotransmitter der für eine gute Merkfähigkeit wichtig ist. Cholin gibt es u.A. kostenlos in den Eigelben (aber vorsicht, zu viel davon steigert die Cholesterolwerte)
Huperzin A: Verhindert den Zerfall des Acetylcholins. Die Pflanze Huperzia Serrata wird schon lange in der chinesischen Medizin verwendet um Entzündungen und Fiber zu heilen. Huperzin A ist wirkungsvoll, günstig und ungefährlich. Es verbessert die Konzentration, Merk und Lernleistung für längere Lernzeiten.
Koffein: Verbessert bekanntlich die Denkleistung, doch Vorsicht, zu viel davon macht müde, einige Menschen können Koffein nicht vertragen oder nicht jeden Tag zu sich nehmen (es baut sich eine Toleranz auf) Außerdem macht Koffein zwar wach, doch auch nervös. Es wird empfohlen mehrere Tassen Kaffe mit weniger Koffein zu trinken (z.B. jede 3 Stunden), als nur ein mal einen starken Kaffee. Koffein gibt es in: Kaffee, Guarana, Tee.
DMAE: Verbessert das Bewusstsein des Hirns. Zu viel davon macht aggressiv und verursacht Kopfschmerzen. DMAE gibt es z.B. in Sardinnen und Sardellen.
Omaga-3: Es gehört zu der Familie der ungesättigten Fettsäuren: ALA, EPA, DHA. Fehlen uns diese Fettsäuren werden wir depressiv und die Cholesterinwerte steigern. Unser Gehirn besteht aus Fett, um genau zu sein aus DHA. Omega-3 gibt es in Fischen, besonders Makrele, Hering, Sardine oder es gibt das Fett auch in Apotheken.
DLPA: Vergrößert die Konzentration von Dopamin. Es macht wacher, selbstbewusster, gibt Energie, Motivation. Außerdem setzt es die Endorphine frei.
L-Glutamin: Gibt Energie, macht wach, Hungergefühl verschwindet (besonders aufs Süße). Es ist eine Vorstufe der Glutaminsäure die wiederum als Treibstoff für unser Hirn dient. Achtung: Zu viel von L-Glutamin wirkt sich toxisch aus, es zerstört die Gehirnzellen. Normalerweise nehmen wir bereits genug L-Glutaminreiche Nahrungsmittel zu uns und es ist kein Nachschub notwendig.
L-Theanin: Erhöht die Lernleistung und die Konzentrationsleistung. Verringert Stress und Unruhe, es beruhigt doch macht nicht so müde dass man schlafen will. Verringert den Blutdruck. Funktioniert bereits nach 30-40 Minuten nach Einnahme. L-Theanin gibt es besonders viel im grünen Tee oder direkt aus den Blättern der Pflanze Camellia Sinensis)
Magnesium: Fehlt uns Magnesium dann können wir uns oft schlecht konzentrieren. Alle die besonders viel Stress haben oder viel Koffein zu sich nehmen, sollten auf Magnesium nicht verzichten. Magnesium sollte man nicht zusammen mit Calcium einnehmen da sie sich sozusagen bekämpfen. Zu viel Magnesium ist nicht gefährlich, kann jedoch Durchfall erzeugen.
Lecithin: Leicht zu bekommen (Apotheke), ist u.A. Quelle des Cholins.
L-Tyrosin: Es ist ein Baustoff für die Synthese des Dopamins und Noradrenalins – Neurotransmitter die für die Denkleistung und Langzeitgedächtnis wichtig sind.

Taurin: Gibt es nur im Fleisch. Taurin beruhigt, stabilisiert die Gedanken.
Theobromin: Hat eine Ähnlichkeit mit Koffein, kommt vor allem im Kakao (dunkle Bitterschokolade) vor. Funktioniert länger und langsamer als Koffein.
Folgende Mittelchen werden auch oft von Studenten verwendet die jedoch nicht die gleiche Wirkung haben wie die hier genannten. Dazu gehören:
Zucker, Ginko, Glutaminsäure, Ginseng, Hypericin, DHEA.
Modafinil scheint ein sehr gutes Mittel für Studenten zu sein, es ist jedoch rezeptpflichtig und sehr teuer.
Gesunde Ernährung ist also das Geheimnis um nicht schnell müde zu werden. Klar, kann auch die beste Ernährung langweiligen Lernstoff nicht interessanter machen, wer Probleme mit einem schweren Stoff dem Lernen hat, braucht Motivation.